Das Kaehnesche Familienwappen Carl Friedrich August Kaehne (1775-1857)

 

Zeittafel 
 1637 Peter Kaehne (Kähne, Kahn), aus Böhmen kommend siedelt mit seiner protestantischen Familie in Petzow an.
 1648 Am 9. Mai erwirbt Peter Kaehne das Petzower Schulzengericht.
 1651 Amtseid als Schulze vor der Berliner Lehnskanzlei.
 1666 Christoph Kaehne brennt zusammen mit dem ganzen Dorf ab.
 1733 Peter III. errichtet ein neues Wohnhaus.
 1734 Übernahme der Königlichen Ziegelei in der Grelle in Pacht.
 1745 Peter IV. leistet den Lehnseid, Beginn des eigentlichen Aufstiegs der Familie.
 1748 Vergrößerung der Wirtschaft durch Übernahme der Pfarrhufe in Zeitpacht.
 1752 Genehmigung zur Errichtung einer Privaten Ziegelei in der Löcknitz (2 km von Petzow Richtung Ferch).
 1776 Pächter der Königlichen Ziegeleien in der Grelle und in Glindow, die ersten Büdnerfamilien erhalten ihre Häuser.
 1776 August Kaehne übernimmt den Besitz und das Schulzenamt und wird ein weitsichtiger Unternehmer und Hoflieferant.
 1784 Massiver Ausbau der Wirtschaftsgebäude, Übergang zur Stallfütterung.
 1787 Pacht der Potsdamer Ratsziegelei in der Brandenburger Vorstadt (Villa Ingenheim), Erwerb des Freigutes ("Lendelhaus") auf der Insel Werder.
 1792 Erneuerung des Wohn- und Wirtschaftsgebäudes
 1793 Arbeiter der Pachtziegeleien lehnen sich wegen der Entlassung eines Arbeiters gegen den Gutsbesitzer auf
 1801 Generalpacht des Amtes Potsdam, Oberamtmann
 1813 Erwerb des Vorwerkes Potsdam (heutiges Bahngelände) und des Tornow (Hermannswerder) für 37.740 Taler
 1814 Karl Friedrich August Kaehne übernimmt das Erbe.
 1814/15 Ablösung der Feudalverpflichtungen der Petzower Bauern und Aufkauf der meisten Grundstücke.
 1819 Kauf der Königlichen Ziegelei an der Grelle.
 um 1820 Beginn der Anlegung des Parkes nach Plänen von Peter Joseph Lennè.
 1825 Fertigstellung des neugotischen Herrenhauses, Beginn der Umgestaltung der Petzower Flur, Separation (Bodenordnungsverfahren).
 1827 Verleihung des Rittergutstatus an das Gut Petzow.
 1838 Verleihung der Pfründe eines "Kanonikus" im Kollegiatsstift zu Herford.
 1840 Erhebung in den erblichen Adelsstand von Kaehne durch König Friedrich Wilhelm IV.
 1845 Erhebung des Lehnschulzengutes Petzow in den Rang eines landtagsfähigen Rittergutes.
 1847/49 arbeitslose Tagelöhner verwüsten Jagd und Holzung.
 1858 Carl II. übernimmt das Erbe, Heirat der Freifrau von Kleist.
 ab 1910 Carl III. sichert seinen Besitz von 1635 ha. Jeder, der das Anwesen ohne Erlaubnis betritt, wird vertrieben. Zwischenfälle und Gerichtsverfahren wegen Schießereien.
 ab 1927 Prozeß gegen Carl IV. und Verurteilung wegen Körperverletzung, Anschuldigungen in der Berliner Presse als "Schiess-Kaehne", Auseinandersetzung mit dem Vater und Enterbung, dann doch wieder Anstellung als Feld- und Forstaufseher in der Löcknitz mit Deputat und Wochenlohn.
 1937 Carl IV.: alleiniger Erbe der Besitungen: Güter Petzow, Bliesendorf und Neuendorf.
 1945 Carl IV. wird zusammen mit seinem Gutssekretär Carl Schönbein verhaftet, verurteilt und stirbt im sowjetischen Speziallager Nr. 7, dem ehemaligen KZ Sachsenhausen (Oranienburg).
 1945/46 Beschlagnahme des gesamten Besitzes durch die Stadt Werder. Das Land wird der Bodenreform unterworfen und unter den Bauern aufgeteilt. Die Ländereien fallen später im Zuge der Zwangskollektivierung der Landwirtschaft der ersten "vollgenossenschaftlich" arbeitenden LPG Petzow zu.
 1991 Die Treuhand (jetzt BVS) verwaltet Schloss und Gutspark und überträgt beides in das Eigentum der Stadt Werder/Havel, die Erben der Familie von Kaehne erheben Besitzanspruch, der wird abgelehnt.